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Der Jodlerklub Frohsinn Ostermundigen seit 1932

    
Gründungsfoto 1932 Das erste Logo des Jodlerklub Frohsinn (damals noch Bern-Ostermundigen)

Vorgeschichte und die Jahre 1932 bis 1939

Es waren wirtschaftlich und politisch unruhige Zeiten

Alles begann bereits Ende der Zwanzigerjahre des letzten Jahrhunderts. Unter den Fussballern des Arbeiter-Fussball-Klub Bern-Ostermundigen frönten einige dem Jodelgesang. Sie strapazierten lieber ihre Stimmbänder als die Wädli und als Untersektion bildeten sie ein Jodlerdoppelquartett. Die definitive Loslösung vom Fussballklub liess nicht lange auf sich warten und wurde 1932 Tatsache. Am 26. Juli 1932 gaben sich die zwölf Mitglieder an einer ausserordentlichen Hauptversammlung die ersten Statuten, die am nächsten Tag in Kraft traten. Der Name wurde aus einem internen Wettbewerb ermittelt, Ernst Scheidegger’s Vorschlag „Frohsinn“ wurde ausgewählt und mit fünf Franken honoriert.

Auszug aus den Statuten:

Zweck des Vereins: Art. 1

Förderung des echten Volksgesanges und Pflege des kameradschaftlichen Lebens.

Die Geschäfte leitete ein siebenköpfiger Vorstand und zu den Aufgaben des Kassiers gehörte unter anderem: die eingegangenen Gelder regelmässig bei einem soliden Bankinstitut zinstragend anzulegen. Art. 5
weiter erhielt jedes Aktivmitglied ein vom Klub zur Verfügung gestelltes Kostüm, es musste Sorge dazu tragen und bei einem Austritt dieses wieder in einem guten Zustand zurückgeben. Art. 8

Da der Verein kaum über das nötige Vermögen verfügte, zahlte jedes Aktivmitglied zwanzig Rappen bei jeder Probe für den Dirigenten, der pro Woche ein Honorar von sieben Franken erhielt. Dieser Beschluss wurde an der Hauptversammlung im April 1938 gefällt.

Arbeiterschaft und Solidarität

Nach der Vereinsgründung, als aus der Arbeiterschaft entstandenem Verein, trat man bald schon der Bernischen Arbeiter-Jodlervereinigung und dem Schweizerischen Arbeiter-Jodlerverband bei. Man stand politisch den Sozialdemokraten nah, mit drei Franken pro Mitglied wurde 1935 die SP bei den Wahlen unterstützt.

Solidarität war für die Kameraden des Frohsinns kein leeres Wort. Angesichts der damaligen politischen wie wirtschaftlicher Lage, traten sie 1935 einer Arbeitslosenversicherung bei, um arbeitslose Mitglieder unterstützen zu können. Ein pikantes Detail aus dieser Zeit: Ein Sängerkamerad bewarb sich bei der Giesserei ZENT um eine Stelle. Die Verantwortlichen liessen jedoch durchblicken, dass ein der Arbeiterschaft nahe stehender Mitarbeiter nicht willkommen sei, er möge doch die Mitgliedschaft beim Frohsinn künden.

Feste und Auftritte

1933 wurde der Eintritt in den SATUS mit einem Fest gefeiert. Der Eintritt und das Tanzgeld kosteten Fr. 1.50 und das Tombolalos Fr. 0.25. Das erste Theaterstück „Zwüsche Stuehl u Bänk“ ging 1935 über die Bühne und das Theater gehörte von nun an zu einem festen Bestandteil des jährlichen Bunten Abends des Frohsinns einzig 1939 gab es keine Aufführung. Erfolgreich war auch der erste Auftritt 1937 am Schweiz. Arbeiter Jodlerfest in Genf wo der „Schnittertanz“ von Robert Fellmann ein gut und „Hochsig ha“ ebenfalls von Fellmann ein sehr gut erhielt.

Die Mobilmachung am 2. September 1939 wirkte sich auch auf den Jodlerklub Frohsinn aus.